Predigt 2. Ostersonntag, 12.4.2026 Perikopen: Apg 2,42-47Joh 20,19-31 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Acht Tage sind seit Ostern vergangen. Noch einmal hören schauen wir zurück auf den ersten Ostermorgen. Die Jünger, die uns an diesem ersten Ostermorgen heute im Evangelium geschildert werden, strotzen nicht gerade vor Glaubensbegeisterung, sondern ganz im Gegenteil. Sie sind ein verängstigter kleiner Haufen. Der Schrecken des Karfreitags sitzt ihnen noch tief in den Knochen. Sie haben sich eingesperrt und „waren aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen.“ Aber in dieser Verschlossenheit kommt der Auferstandene zu ihnen und es geschieht eine dreifache Verwandlung. Diese wollen wir anschauen. Sie darf auch an uns geschehen. Erstens: Wandlung von der Furcht zur Freude. Wo die Menschen am Ende sind, ist Gott noch lange nicht am Ende. Der Auferstandene kommt bei verschlossenen Türen zu seinen Jüngern. Er kommt aber nicht nur durch verschlossene Türen …Mehr
Vergelt's Gott, lieber @RupertvonSalzburg ! Ich wünsche auch Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gnadenreiches Osterfest! Das wünsche ich auch ebenfalls allen Usern auf Gloria TV!
Predigt Ostersonntag, 5.4.2026 Perikopen: Apg 10,34a.37-43 Joh 20,1-18 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Mir war heuer in der Karwoche ein Gedanke wichtig: Wo ist mein Platz in dieser Woche? Wo stehe ich in den Evangelien dieser Woche, besonders in der Leidensgeschichte? Wo stehe ich? Ich denke, was dürfen wir uns jetzt zum Osterfest mitnehmen? Wo ist mein Platz bei der Auferstehung Jesu? Wo finde ich mich in den Osterevangelien, die wir in der kommenden Zeit wieder hören bzw. in der Apostelgeschichte, die ja auch eine Erzählung ist, wie sich die Osterbotschaft verbreitet? Wo ist mein Platz, meine Rolle im Evangelium des heutigen Ostersonntages, das wir gerade gehört haben. Wo bin ich da? Drei Gedanken dazu. Erstens: Beginnen wir am Anfang, bei Maria von Magdala. Wir werden später noch einmal zu ihr zurückkommen, aber schauen wir einmal, wie es ihr am Anfang geht. Maria von Magdala war mit den anderen Frauen unter dem Kreuz Jesu gestanden. Sie hatte gesehen, wie sein …Mehr
Predigt Osternacht, 4.4.2026 Perikopen: Gen 1,1-12Ex 14,15-15,1 Ez 36,16-17a.18-28Röm 6,3-11Mt 28,1-10 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Vor gut 150 Jahren war im bayrischen Bad Wörishofen der Priester Sebastian Kneipp mit seinen Wasserbehandlungen äußerst erfolgreich. In einem seiner Bücher schrieb er: „Das Heil liegt im Wasser!“ In der Feier der Osternacht, denke ich, dürfen wir das genau so sagen: „Das Heil liegt im Wasser!“ Drei Gedanken dazu. Erstens: Das Heil liegt im Wasser des Roten Meeres. Dieser Gedanke mutet uns auf Erste vielleicht zu viel zu. Wie soll im Wasser des Roten Meeres, in dem die Streitmacht Ägyptens den Tod findet, Heil liegen? Es sei versucht dem auf die Spur zu kommen. Die Erzählung vom Durchzug durch das Rote Meer ist eine sogenannte Rettungserzählung. Gott rettet sein Volk, in dem er es Entkommen lässt. Im Wasser des Roten Meeres liegt Heil, weil die Geschichte des erwählten Volkes Israel nicht in der Sklavenherrschaft Ägyptens endet.…Mehr
Predigt Karfreitag, 3.4.2026 Perikopen: vom Karfreitag Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Das, was am heutigen Tag an Jesus geschieht, ist bei aller Härte und Grausamkeit des Kreuzweges, ein ganz besonders Wunder. Es ist das Wunder der sich ganz und gar an uns Menschen verschenkenden Liebe, einer Liebe, die bis ans Kreuz geht. Dazu eine kurze Geschichte, die uns das Ganze nicht besser erläutern könnte. Wir dürfen beim Hören einfach noch einmal an das Schicksal Jesu denken. Weil der Gefangene im Straflager innerlich vollkommen frei war, war er auch furchtlos. Und das, obwohl er jederzeit mit einem Todesurteil rechnen musste. Eines Tages spielte der Gefangene im Hof des Gefangenlagers mit der Gitarre. Eine große Schar von Mitgefangenen stand um ihn herum. Und je länger die Menschen seinem Spiel zuhörten, umso angstfreier wurden auch sie. Die Musik machte sie frei. Das kann immer eine ihrer guten Funktionen sein. Als die Behörden dies merkten, dass die Menschen durch die …Mehr
Predigt Gründonnerstag, 2.4.2026 Perikopen: 1 Kor 11,23-26 Joh 13,1-15 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Dem Gründonnerstag verdanken wir sehr viel. Ich möchte heute eines herausgreifen, das Größte und Wichtigste dieses Tages, die heilige Kommunion: „Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, nehmet hin und trinket, das ist mein Blut.“ Die Kommunion ist das höchste Gut, das wir haben, das Allerheiligste, wie wir es auch bezeichnen. Kommunion, was bedeutet das Ganze? Drei Gedanken. Erstens: Wir empfangen Jesus Christus selber. In diesen kleinen unscheinbaren Zeichen von Brot und Wein ist der Herr für uns da und gegenwärtig, so wie ihn damals die Jünger gesehen und erfahren haben. Gott ist total anwesend im Brot und im Wein. Den Verstand übersteigt das. Es vermag nur das Herz zu begreifen. Wir glauben an einen Gott, den wir empfangen und in uns aufnehmen dürfen, um seine Nähe zu erfahren und um mit ihm im guten Gespräch zu bleiben. „Das Fleisch des Menschensohnes essen …Mehr
Es scheint so, als ob es außer @Bethlehem 2014 und @viatorem hier niemanden geben würde, der in dieser Formulierung was Unkatholisches sieht. Empfehle den beiden, mal den wunderbaren eucharistischen Hymnus "Gottheit tief verborgen", auf Latein "Adoro te devote" von Thomas von Aquin, im Gotteslob Nr. 497, zu beten. Und auch ein bisschen darüber nachzudenken, was Pfarrer Maximilian Pühringer unter Punkt empfiehlt: das Bemühen um Einheit, das Bemühen darum, "das zu meiden, was diese Einheit im Herrn auf irgendeine Weise ankratzt."
@Bethlehem 2014 ""In diesen kleinen unscheinbaren Zeichen von Brot und Wein ist der Herr für uns da und gegenwärtig."" Eine neue Formulierung die die Realpräsenz als "Zeichen" sieht , und dennoch als real gegenwärtig , ein Widerspruch in sich und doch keiner. Warum muss nur alles immer mehr verkompliziert werden. Kann nicht einmal etwas beständig bleiben.....so langsam nervt es, dauernd neuer Ideen kirchlicher Würdenträger ausgesetzt zu werden. Ich sehe diesen Satz als nicht heiß und nicht kalt...nicht ganz protestantisch aber auch nicht ganz katholisch, also lau und "lau" wollte Jesus Christus nicht dulden. Jedem gefallen zu wollen führt oft zum Gegenteil dessen, was man sich dadurch erhofft.
Singt dem König Freudenpsalmen, Völker, ebnet seine Bahn! Zion, streu ihm deine Palmen, sieh dein König naht heran! Der aus Davids Stamm geboren, Gottes Sohn von Ewigkeit, uns zum Heiland auserkoren: Er sei hoch gebenedeit!
Predigt Palmsonntag Neustift, 29.3.2026 Perikopen: Jes 50,4-7Mt 21,1-11 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Licht und Schatten kennzeichnen den Palmsonntag. Der Palmsonntag bringt zuerst Licht, wie es uns das Evangelium vom Einzug Jesu in Jerusalem zeigt. Jesus zieht auf einem Esel in Jerusalem ein. Die Menschen jubeln ihm zu. Für sie ist er der erwartete Friedenskönig und Messias. Der Palmsonntag ist die ausgestreckte Hand Jesu, die uns einlädt, ihn durch diese Woche zu begleiten. Das ist das Licht dieses Tages. Aber es ist auch Schatten und Dunkel vorhanden, denn das Hosanna schlägt bald um in das Kreuzige ihn. Der Triumphgeschichte folgt die Leidensgeschichte des Herrn, weil wir wissen, dass ihn Leiden, Kreuz und Tod erwarten. In der gegenwärtigen Zeit suchen viele Menschen Sicherheit angesichts der verschiedenen Krisen in der Welt. Der Ruf nach einer starken Hand ist immer wieder hörbar. Einer, der auf dem Kriegsross, dem Siegesross einreitet. Jesus kommt auf dem …Mehr
Predigt Mariä Verkündigung, 25.3.2026 Perikopen: Jes 7,10-14Lk 1,26-38 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Im Gotteslob ist unter der Nummer 528 ein schönes Lied zum heutigen Fest. Wir werden es auch nach der Kommunion singen. Es hat eine alte Melodie aus der Reformationszeit, vielleicht sogar von Martin Luther. Sie ist bekannt vom Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippe hier.“ Im Jahr 2010, hat Peter Gerloff, geboren 1957, die heutigen, tiefsinnigen Strophen gedichtet, auf die wir jetzt ein wenig schauen dürfen. Erstens: In der ersten Strophe ist, wie in einer Bildmeditation, die Szene aus dem heutigen Festtagsevangelium dargestellt, die Szene der Verkündigung. Wir sehen bildhaft vor Augen wie der Engel Gabriel mit der Botschaft von Gott zu Maria kommt. Maria ist offen, ansprechbar. Sie lässt Gott bei sich ein und sie lässt sich auf Gott ein. Wir wissen auch, dass Maria über die Anrede des Engels erschrickt, dass sie überlegt und nachdenkt, was der Gruß zu …Mehr
Tagesgebet Gott, du bist groß und unbegreiflich. Nach deinem Willen ist dein ewiges Wort im Schoß der Jungfrau Maria Mensch geworden. Gläubig bekennen wir, dass unser Erlöser wahrer Gott und wahrer Mensch ist. Mache uns würdig, Anteil zu erhalten an seinem göttlichen Leben. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.
Predigt 5. Fastensonntag, 22.3.2026 Perikopen: Röm 8,8-11Joh 11,1-45qq Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Mit dem heutigen Sonntag rückt das Kreuz in den Mittelpunkt. In den Schrifttexten der Wochentage läuft alles auf den Prozess Jesu und sein Leiden zu. Am Kreuz stirbt er. Es ist der Ort seines Todes. Aber im Licht seiner Auferstehung wird das Kreuz zu einem Ort der Hoffnung zu einem Zeichen des Segens. Vom Kreuz geht Segen aus, bis heute. So verwenden wir es auch, als Segenszeichen. Die Messe haben wir damit begonnen und werden sie auch wieder damit beenden. Und über das Kreuz als Segenszeichen, das wir immer „im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes“ sprechen, möchte ich heute nachdenken. Es ist für mich nämlich ein Segenszeichen, das die ganze menschliche Zeit umfasst: Unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft. In diesem Sinn dürfen wir darüber nachdenken. Erstens: Im Namen des Vaters. Dem Vater verdanken wir die Vergangenheit …Mehr
Predigt Heiliger Joseph, 19.3.2026 Perikopen: Röm 4,13.16-18.22Mt 1,16.18-21.24a Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Der heilige Josef ist für mich ein faszinierender Heiliger. Er beeindruckt mich in seinem Leben, in seinem Wesen in seinen Herzenshaltungen. Er war fähig mit dem Herzen eines Vaters da zu sein für Jesus und Maria. „Lest in seinem Herzen.“ Das ist der Apell für uns alle an seinem Festtag, dass wir im Herzen des heiligen Josef lesen und sehen für was er steht. Erstens: Josef war ein Mann der Tat. Kein einziges Wort wird uns von ihm überliefet, nur Taten: Er nimmt Maria und das Kind zu sich. Er begleitet Maria nach Betlehem, nach Ägypten, nach Jerusalem. Er diskutiert nicht, fragt nicht, tut einfach. Josef sagt kein Wort und tut alles, was ihm der Engel aufgetragen. Vielleicht sollten wir einfach auch ein weniger sparsamer mit Wortmeldungen sein. Wir müssen nicht überall unseren Senf dazugeben. Taten sprechen lassen, das ist es. Die Tugenden helfen uns …Mehr
Predigt 4. Fastensonntag, 15.3.2026 Perikopen: Eph 5,8-14Joh 9,1-41 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Wir haben uns wohl daran gewöhnt, dass es zwei Sonntage im Jahr gibt, wo die liturgische Farbe rosa getragen wird, sofern ein derartiges Messgewand vorhanden ist. Ich habe es in meinen Pfarren eingeführt für den dritten Adventsonntag, und für den heutigen vierten Fastensonntag. Es geht hier um die Vorfreude auf die Erlösungsfeste Weihnachten und Ostern. Die beiden Sonntage haben die lateinischen Wörter Gaudete (Advent) und Laetare (Fastenzeit). Gaudete meint ein inneres freuen, Latare steht für eine Freude, die sich nach außen zeigt. Das Lateinische hat also zwei Wörter für Freude. Im Deutschen sprechen wir auch von Freude, wobei das Wort Spaß häufiger verwendet wird. Es sind jedoch zwei ganz unterschiedliche Wörter über die wir an diesem Sonntag einmal nachdenken dürfen. Drei Gedanken dazu. Erstens: Macht Spaß immer Freude? Ich sage Nein. Jeder, der im Schulbetrieb …Mehr