Predigt Altjahrstag Oberkappel, 31.12.2025 Perikopen: 1 Joh 21,18-21 Joh 1,1-18 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! In diesem Jahr habe ich eine DVD-Box geschenkt bekommen. Der Inhalt waren die humorvollen, aber auch zum Nachdenken anregenden Filme von Don Camillo und Peppone, dem schlagkräftigen Pfarrer und dem kommunistischem Bürgermeister im kleinen Dorf am Po. Ich habe mir diese Filme nach langen Jahren mit großer Heiterkeit angeschaut. Faszinierend war für mich, wie es sich Don Camillo zur Angewohnheit gemacht mit seinem Herrgott zu sprechen. Er hat eine Du-Beziehung zu Jesus, der am Kreuz in seiner Dorfkirche hängt. Immer wieder sprechen die beiden miteinander und da ist alles Mögliche Thema. Das sagt mir eines: In unserem Dialog mit Gott darf alles Thema sein. Wir dürfen vor Gott einfach menschlich sein, wie dieses Schlitzohr Don- Camillo. Wir dürfen ihm alles sagen. Und genau mit diesem Bewusstsein können wir dieses Jahr beschließen und in das nächste hineingehen …Mehr
Predigt Fest der Heiligen Familie, 28.12.2025 Perikopen: Sir 3,2-6.12-14Mt 2,13-15.19-23 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Was soll man als zölibatär lebender Priester am Fest der Heiligen Familie sagen? Manche werden meinen: „Pfarrer, da kennst du dich nicht aus. Du weißt nicht, wie es heute in einer Familie zugeht. Sag lieber nicht ganz zu viel.“ Ich will auch nicht zu viel sagen und auch keine Familienidylle malen. Aber meine Gedanken habe ich mir gemacht. Erstens: Wir feiern die Familie als Fest und sie verdient ein Fest zu haben, denn in der Familie, mit allen Problemen und Defiziten, die es gibt, hat sich unser Leben gefestigt und verfestigt. „Heilige Familie“ ist der Name eines katholischen Weihnachtsfestes, das im Jahr 1920 in der westlichen Kirche eingeführt wurde. Die ursprünglich gemeinte Bedeutung dieses Festes geht aus dem Tagesgebet hervor, das wir im heute gebetet haben. Das Gebet atmet ganz den Atem des bürgerlichen Familienideals des neunzehnten …Mehr
Predigt Christmette, 24.12.2025 Perikopen: 2 Tit 2,11-14Lk 2,1-14 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Mit der Geburt Jesu beginnt eine neue Zeitrechnung. Man spricht von vor Christi Geburt und nach Christi Geburt. Ab diesem Zeitpunkt haben wir die Möglichkeit von ihm zu erzählen. Das Weihnachtsevangelium ist dazu ganz besonders geeignet. Es wird feierlich verkündet in den Christmetten, es wird vorgelesen an vielen Christbäumen in den Familien, es wird auch vielen Kindern erzählt, in vereinfachter, kindgerechter Sprache. Von Jesus muss erzählt werden, von seiner Geburt, von seinem Leben, von seinem Heilswerk. Von Jesus erzählen. Da möchte ich einen Rückblick machen ins Jahr 1231. Es war am 16. November. Die heilige Elisabeth von Thüringen, die große Heilige der Nächstenliebe, lag im Sterben. Die letzten Stunden auf ihrem Sterbebett verbrachte sie damit aus dem Leben Jesu zu erzählen, so wie sie es selber kennengelernt hatte. Sie erzählte. Es wurde Mitternacht. Da …Mehr
Predigt Vierter Adventsonntag, 21.12.2025 Perikopen: Röm 1,1-7 Mt 1,18-24 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Heute steht der heilige Josef vor uns. Es kann uns gut tun auf ihn zu schauen. Er kommt ohnehin meist zu kurz. Das zu beobachten, was er tut. Mir kommen heute ausnahmsweise einmal vier Beobachtungen. Erste Beobachtung: Wie Maria, so bringt ein Engel auch Josef die Botschaft. Ein Engel erscheint ihm im Traum und erklärt ihm, was es mit Maria auf sich hat. Der Engel öffnet Josef die Augen und deutet die Schwangerschaft seiner Verlobten als geistgewirkt. Josef erkennt: Gott selbst hat an Maria gehandelt. Wir können uns vorstellen, wie sehr Josef verwirrt war, ja, regelrecht geschockt, als er erfährt, dass Maria schwanger ist, aber nicht von ihm, dass er die Vaterschaft an den heiligen Geist abtreten muss. Wie sehr mag er enttäuscht gewesen sein! Wie sehr mag er gegrübelt, sich den Kopf zerbrochen haben! Eine Krise im Leben des hl. Josef, eine wahre Zerreißprobe! …Mehr
Das Herz Mariens wird auch in Frankrech triumphieren, aber zuerst wird das Land durche eine Lebensschule gehen und sich bekehren, denn früher nannte man Frankreich wie auch Österreich, eine Tochter der Kirche ... !
Predigt Dritter Adventsonntag, 14.12.2025 Perikopen: Jak 5,7-10 Mt 11,2-11 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Noch einmal begegnet uns heute Johannes der Täufer. Aber ganz anders als gewohnt. Nicht als Bußprediger, fastend in der Wüste. Nein, er ist im Gefängnis, und er ist sehr unsicher geworden. Hat er den richtigen Messias angekündigt. Jetzt schickt er Jünger zu Jesus und lässt ihn fragen: „Bist du der Richtige? Habe ich dich verkündet, oder muss ein anderer kommen?“ Und dann lässt ihm Jesus seine Antwort ausrichten: „Blinde sehen, Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium verkündet.“ Ja, Johannes hat einen anderen Messias verkündet, einen der die Spreu vom Weizen trennt, der ordentlich zusammenräumt, am besten noch die Römer aus dem Land wirft. Aber daraus ist nichts geworden. Der Messias ist anders, in ihm beginnt eine neue Heilszeit, gerade für Arme, Kranke und Benachteiligte. Das Messiasbild des …Mehr
Predigt Mariä Empfängnis, 8.12.2025 Perikopen: Gen 3,9-15.20 Lk 1,26-38 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Wir schauen heute ganz auf den Anfang im Leben Mariens. Ich meine nicht ihre Geburt, die feiern wir heute in neun Monaten, am 8. September. Nein, wir feiern ihre Empfängnis, durch ihre Eltern Joachim und Anna. Es war eine normale Empfängnis, wie bei jedem Menschen. Nur mit einem Unterschied. Gott hatte seine Hand im Spiel. Gott war dabei mit seiner Gnade. Der Text des Dogmas spricht von einem „einzigartigen Gnadenprivileg,“ das Maria empfangen hat. Ja, Maria wurde besonders reich von Gott beschenkt, wie kein anderer, aber nicht, weil sie es für sich persönlich gebraucht hat, sondern weil Gott sie von Anfang an auserwählt hat, Mutter seines Sohnes zu werden. Deshalb hat er Maria von allem Negativen, Bösen und aller Sünde bewahrt. Heute wurde ein würdiger Raum für den Sohn Gottes errichtet, ein Raum, wo er zur Welt kommen sollte, denn der Erlöser konnte und sollte …Mehr
Eine sehr gute Predigt ... ! Ja, die Welt hat einen Knacks und mit ihr auch der Glaube ! Mariä Empfängnis war und ist ein großer Feiertag der den Christen ein Grund zur Freude ist, denn mit " Mariä Empfängnis " begann unsere Erlösung : ... Gott sei Dank ... !
Predigt Zweiter Adventsonntag, 7.12.2025 Perikopen: Röm 15,4-9 Mt 3,1-12 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Heute lässt uns Johannes der Täufer die heimelige Atmosphäre des Adventes verlassen. Der Weg ist ein anderer. Er ist nicht gesäumt von Lichterketten, die wir Weihnachtsbeleuchtung nennen. Sein Ziel sind auch nicht die Punschstände und Verkaufsbuden der Christkindlmärkte, und auch nicht die zahlreichen Weihnachtsfeiern, zu denen eingeladen wird, nein, Johannes der Täufer führt uns in die Wüste. Er führt uns in die Wüste? Warum, wozu? Was können wir da sehen? Was können wir in der Wüste lernen. Erstens: Wir werden herausgerufen aus den normalen Abläufen unseres Alltags. Ja, da geht im Alltag immer der normale Trott dahin, dem wir oft nicht auskommen. Wir müssen funktionieren. Es bleibt nicht viel persönlicher Spielraum. Johannes der Täufer hat die Menschen weggerufen aus den „normalen Abläufen“ des Alltags. Er hat sie an einen toten Ort gerufen, die Wüste, dort …Mehr
Adventgedanken Nun komm und schau: die erste Kerze brennt! Wie hell sie strahlt im grünen Nadelkranze! Von neuem kündet sie uns den Advent und füllt den Raum mit ihrem goldnen Glanze. Und füllt sie uns mit ihrem hellen Schein nicht auch das arme Herz, das müde, schwere? O lass der Weihnacht ersten Schimmer ein - er bannt die Hoffnungslosigkeit und Leere. Er leuchtet tief in unsres Alltags Grau und weckt in uns der Kinderzeit Entzücken. Die erste Kerze brennt! So komm und schau – es wird das fromme Licht auch dich beglücken! Jolanthe Haßlwander
Predigt Erster Adventsonntag, 30.11.2025 Perikopen: Röm 13,11-14a Mt 24,29-44 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! „Bereit sein ist alles,“ lautet ein bekannter Slogan. Vom Weg des Herrn, den es zu bereiten gilt, ist im Advent oft die Rede. Dann müssen wir oft so viel erledigen, dass zu Weihnachten alles vorbereitet ist, oft auch nur zweitrangiges. Wichtiger ist, dass ich nicht nur vorbereitet bin, sondern im Herzen bereit bin, dass ich innerlich bereit bin für den Herrn, wenn er kommt. Es ist ein Unterschied zwischen vorbereitet sein, und bereit sein. Ich kann für die Feier des Weihnachtsfestes alles vorbereitet haben. Geschenke, Christbaum, Essen, Trinken etc. Aber das heißt nicht, dass ich innerlich bereit bin. Innerlich für den Herrn bereit werden. Darum geht es. Drei Gedanken dazu. Erstens: Dauerbereitschaft. Es gibt verschiedene Berufe, die haben sogenannte Dauerbereitschaft: Polizei, Feuerwehr, Rettung, Ärzte und Pflegepersonal. Auch das Stift Schlägl hat in …Mehr
Predigt Christkönig, 23.11.2025 Perikopen: 2 Sam 5,1-3 Lk 23,35b-43 Liebe Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben! Der im Jahr 1963. ermordete amerikanische Präsident John F. Kenndey hat in seiner Antrittsrede Folgendes gesagt: „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst.“ Das war sein Programm und das drückt etwas Wichtiges aus. Es lohnt sich für etwas Größeres zu leben, als für uns selbst. Wofür lebe ich? Wofür schlägt mein Herz? Das sind wichtige Fragen, die oft gar nicht so eindeutig zu beantworten sind, oder die oft gar nicht wirklich im Raum stehen. Die Botschaft des Christkönigsfestes jedoch lautet: Es lohnt sich für Christus zu leben. Es lohnt sich, dass unser Herz für ihn schlägt. Und wenn es für ihn schlägt, dann schlägt es auch für alle Menschen, denn Christus ist für alle Menschen am Kreuz gestorben. Es lohnt sich für Christus zu leben. In diesem Sinn dürfen wir in drei bekannten Bildern auf Christus schauen. Erstens: …Mehr
Dieser unselige Volksaltar! Hat denn niemand Mitleid mit dem Priester, der während der heiligen Handlung die Gläubigen anschauen muß, anstatt sich dem Himmlischen zuwenden zu dürfen?! Wieviele flapsig "gefeierte" hl. Messen könnten verhindert werden! Warum sollte ein g'standener Priester nicht vor dem "Volksaltar" - anstatt dahinter -zelebrieren dürfen und sollen!?