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Praktizierende Katholiken nehmen oft an der traditionellen Messe teil - Kardinal Sarah

In einem Gespräch mit dem Youtube-Kanal der Tribune Chrétienne am 13. Oktober kritisierte Kardinal Robert Sarah das Wiederaufflammen der Liturgiekriege. Die wichtigsten Punkte des ausführlichen Interviews.

Abtreibung und Moral

- Abtreibung ist ein abscheuliches Verbrechen.
- Die Verankerung des Rechts auf Abtreibung in der [französischen] Verfassung ist eine Verhöhnung Gottes - eine direkte Beleidigung Gottes.

Gott in der Mitte der Gesellschaft

- Es ist Selbstmord, sich von Gott zu lösen, ihn abzulehnen, ihn aus der Gesellschaft auszuschließen.
- Trumps Entscheidung, sein Volk aufzufordern, sich Gott zuzuwenden, ist eine weise Entscheidung.

Unmögliches Frauenpriestertum

- Es gibt kein weibliches Priestertum. Die Kirche hat keine Autorität, keine Macht, Frauen zu ordinieren. Das ist unmöglich.
- Maria ist die Heiligste von allen, aber Jesus hat seine Mutter nicht zu einer Priesterin gemacht.
- Vielleicht wird jemand anfangen, Frauen zu ordinieren - aber das ist nicht das Priestertum Christi.
- Die Anglikaner haben kein Priestertum, da sie nicht der apostolischen Sukzession gefolgt sind. Es ist eine Wahl.

Doktrin und Lehramt

- Die Lehre entwickelt sich wie ein Embryo: Sie entwickelt sich, ohne ihr Wesen zu verändern.
- Wir müssen nur dem Lehramt glauben - nicht den Meinungen von Theologen.

Übertriebene Missbrauchs-Krise

- Ja, es gibt Priester, die abscheuliche Dinge getan haben - aber wir dürfen nicht alle in einen Topf werfen.
- Einige übertreiben diese schwerwiegenden Verfehlungen.
- Die Schuldigen müssen bestraft werden, aber die gesamte Kirche darf nicht für die Sünden einiger weniger verurteilt werden.
- Sie versuchen, die Kirche zum Schweigen zu bringen - aber das Wort Gottes lässt sich nicht in Ketten legen.

Liturgie und Tradition

- Wir haben die Messe in ein Schlachtfeld verwandelt - Traditionalisten, Progressive, dies und jenes - und wir entweihen die Eucharistie.
- Warum sollte man dies oder jenes verbieten? Wer gibt uns das Recht, jemanden daran zu hindern, persönlich mit Gott vereint zu sein?
- Die Frage der Liturgie ist eine Frage des Glaubens: lex orandi, lex credendi - wie wir beten, so glauben wir.
- In der Tat sind diejenigen, die ihren Glauben heute wirklich praktizieren, oft diejenigen, die die traditionelle Messe besuchen - warum sollte man ihnen das verbieten? Im Gegenteil, sie sollten ermutigt werden.
- Die Messe ist die einzige Zeit, in der der Mensch eine direkte Beziehung zu Gott hat. Es ist die einzige Zeit, in der der Mensch in direktem Kontakt mit Gott steht.

Sexualität und Segnungen

- Gott hat Mann und Frau geschaffen, damit sie sich gegenseitig ergänzen.
- Es macht keinen Sinn, zwei Menschen des gleichen Geschlechts zu erlauben, zu heiraten oder gesegnet zu werden - nicht einmal die Heiden haben das getan.
- Es hat in der Geschichte kein Dokument gegeben, das die gleichgeschlechtliche Ehe für möglich erklärt.
- Das Schlimmste war, als die LGBT-Flagge in den Petersdom gebracht wurde - das ist eine Beleidigung für Gott.
- Jeder Mensch muss respektiert werden, aber jeder muss auch Gott und die Lehre der Kirche respektieren.

Säkularismus & Verfolgung

- Die schlimmste Verfolgung findet im Westen statt: Ihr Glaube und Ihre christlichen Werte werden betäubt.
- Der Säkularismus dient oft als ideologischer Deckmantel für einen Krieg gegen die Kirche.

Ökologie & konkurrierende Kulte

- Ja, wir müssen die Schöpfung respektieren - aber wir dürfen sie nicht in eine Göttin verwandeln.
- Ein Götzenbild [Pachamama] in eine Basilika zu bringen, ist eine ernste Verwirrung.

AI-Übersetzung

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Kardinal Robert Sarah: „Die Eucharistie ist die Begegnung mit Gott von Angesicht zu Angesicht“

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Neuer Wiener Erzbischof
Neuer Wiener Erzbischof dürfte feststehen
Der neue Wiener Erzbischof dürfte bereits am Donnerstag feststehen. Dann wird der Ministerrat laut APA-Informationen aus Regierungskreisen in einem Umlaufbeschluss den neuen Erzbischof absegnen.
Online seit heute, 18.04 Uhr
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Als Favorit gilt Josef Grünwidl, der seit 22. Jänner als apostolischer Administrator in der Diözese dient. Der damalige Erzbischof Christoph Schönborn hatte sich davor in den Ruhestand zurückgezogen. Weitere Kandidaten, die in der Vergangenheit genannt wurden, sind der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler sowie der Generalsekretär der Bischofskonferenz Peter Schipka.
Der Nuntius des Vatikans soll Medien zufolge einen entsprechenden Vorschlag im Außenministerium deponiert haben. Der Ministerrat wird gemäß Konkordat mit der Angelegenheit befasst. Anzunehmen ist, dass die Regierung keine Einwände „allgemein politischer Natur“ haben wird.

Glettler dürfte nicht Wiener Erzbischof werden
Der neue Wiener Erzbischof dürfte feststehen. Am Donnerstag werde der Ministerrat laut APA den neuen Oberhirten absegnen. Und er wird nicht Hermann Glettler heißen. Als klarer Favorit gilt Josef Grünwidl, der bereits als apostolischer Administrator in der Diözese Wien dient.
Online seit heute, 18.50 Uhr
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Noch im April erklärte der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler als Erzbischof von Wien zur Verfügung stehen zu wollen. Der 60-jährige gebürtige Steirer wurde über Monate als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge des mittlerweile pensionierten Schönborn gehandelt. Doch nun dürfte die Wahl auf einen anderen gefallen zu sein.

Erzherzog Eugen

Die Aussage im Titel ist eine Binsenweisheit wer sollte sonst an der alten Messe teilnehmen?