M.RAPHAEL

Schaden die Tradis der Katholischen Kirche, wenn sie die Vat.2 Konzilskirche ernsthaft und ohne jeden Humor kritisieren? Sollten sie nicht schweigen, damit wenigstens noch der Anschein der Kirche überleben kann?
Jede Kritik muss vor Gott verantwortet werden. Das ist klar. Das ist selbstverständlich. Aber es ist gerade diese Verantwortung, die die Rücksichtslosigkeit der Kritik rechtfertigt.
Die Vat.2 Kirche beweist immer mehr, dass es ihr einzig und allein um das Wohlgefühl des modernen und aufgeklärten Menschen geht. Das größte Hindernis dafür besteht im schlechten Gewissen. Dieses will die Konzilskirche dadurch unschädlich machen, dass sie ihr eigenes Tun im Sinne der Tradition relativiert und nicht ernst nimmt. Der NOM atmet durch die Clownsnase, damit der nächste Witz den Menschen noch den letzten Respekt vor Gott nimmt.
Die Zielgruppe der Vat.2 Kirche muss das Gefühl haben, dass es eigentlich immer nur um ihr Glück geht („Wie geht es dir mit deinem Glauben?“ ist immer die erste Frage jeder öffentlichen Fernsehsendung über Religion). Für diese Home (Kirche der Menschen) will Gott sowieso nur, was die Menschen wollen. Also können sie rücksichtslos ihren pervers sexuellen Trieben folgen und die Fremdbestimmung durch unerwünschte Kinder mittels Verhütung und Abtreibung vermeiden.
Wenn der Mann nicht mehr kann, nimmt sich die moderne Frau einen neuen. Genuss muss sein. Verzicht niemals. Wer das ernsthaft kritisiert, wird geächtet. Aus diesem Grund segnen die perversen Konzilskleriker noch jede Bosheit, nur damit ihr Unterhalt weiterhin öffentlich gesichert ist.
Jede Teufelin will treu sein. Jede schwört ewige Bindung. Sie zelebriert die eigene Bereitschaft zur Hingabe. Sie badet regelrecht in diesen starken Emotionen. Aber schon in kürzester Zeit nach dem Eheversprechen ist sie bereit, es dem nächsten zu geben. Die schönen Hochzeitskleider und die Coolness der Wutscherbrillen verlangen das.
Ähnliches gilt für die Raver, die nicht zum Wacken Hardrock Festival sondern zum Weltjugendtreffen nach Rom fahren. Anstatt Headbangen wird dort, genauso gnadenlos egoistisch, das Bedürfnis nach Gemeinschaft im Kreis von unentschiedenen Luschen, Schwächlingen und Hippies befriedigt. Gefährliche Starke haben da keinen Platz. Die sind in Wacken. In Rom ist es dagegen schön, mit ungefährlichen „Schmetterlingen“ hin- und her zu schwingen. Vorher hat man an einer Massenbeichte teilgenommen, um nur ja nicht einzelverantwortlich vor Gott zu sein. Denn Eigenverantwortung vor Gott hassen nicht nur die Konzilsjugendlichen am meisten.
Das ist der Punkt. Ich habe in meinem letzten Beitrag die souveränen und starken Heiligen im Reich Gottes erwähnt. Da geht es natürlich nicht um die irdische Lebenssituation, nicht mal um ein entsprechendes Selbstverständnis. Unzählige Heilige sind Diener, Sklaven und Opfer. Es geht um die Stärke der unsterblichen Seele.
Die unsterbliche Seele des Menschen ist unvorstellbar stark. Sie ist quasi ein Gott. Sie ist gottfähig. Sie kann Berge versetzen. (vgl. Ps 82,6 – 7; Mt 17,20). Das ist der Grund, warum die Menschen sich selbst vergötzen. Da ist was dran.
Nur die unsterbliche Seele des Menschen kann und muss sich ganz allein für oder gegen Gott entscheiden. Diese Entscheidung ist absolut, d.h. ohne einen dritten Weg der Schwäche irgendwo dazwischen.
Die Getriebenheit durch die irdische Natur spielt keine Rolle. Immer herrscht die Seele über die Triebe. Ein von seinen Trieben bestimmter Mensch hat diese Versklavung immer schon mit seiner unsterblichen Seele erlaubt. Denn grundsätzlich ist er frei. Er kann nicht in voller Freiheit seine Freiheit aufheben. Die Freiheit ist absolut. Die Freiheit ist Gott. Satan, der Lügner der Versklavung, ist nicht Gott.
Kein Mensch wird sich vor Gott mit dem Argument rechtfertigen können, dass alles so kompliziert war und dass die wissenschaftliche Moderne ihm nicht erlaubt hätte, sich klar und deutlich für Gott zu entscheiden. Seine Triebe wären stärker gewesen wie er. NEIN, seine unsterbliche Seele war immer stärker wie seine irdischen Triebe. Die Engel sind frei, dummer Fliegendreck Satan!
Warum Fliegendreck? Demnächst mehr!

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M.RAPHAEL

@Heilig Kreuz: Zu meiner Zeit haben wir das zisterziensische Salve Regina (mit dem langen Salve) zur Abschluss der Komplet (von 19:30 bis ca. 19:55) gesungen. Nach dem Salve Regina haben wir den Segen des Abtes empfangen. Danach begann das Silentium, die Nachtruhe.
Soweit mir bekannt ist, steht das Kloster leer. Jede anderweitige Nutzung verlangt sehr hohe Investitionen. Wir haben sehr dicke Mauern.

Pretorius

Und deswegen JA zur Tradition sowie Vorkonzil

sudetus schönhoff

Stimmt