Putins "politische Religion": dogmatisches Russentum
Als "Zivilreligion" benenne Rousseau im 18. Jahrhundert die auf Konsens beruhende grundlegende Moral einer Gesellschaft. Eine solche existiere heute in den USA.
Der Philosoph Eric Voegelin meine mit "politischer Religion" politische Ideologien, die sich wie Religionen aufführen und dabei die Bevölkerung zu ihren Überzeugungen mit Terror zwingen wollen. Man denke an Kommunismus und Nationalsozialismus.
Putin habe nach Sympathieverlusten in der Bevölkerung wieder eine "politische Religion" errichtet, die in der Tradition der zaristischen Staatskirche mit der Orthodoxie verbunden sei. Unrühmlich dabei Patriarch Kyrill.
Ablehnung von Russentum sei nun "Häresie". Daher der Krieg gegen eine von Russland unabhängige Ukraine.
In den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten wird eine eigene, nicht russische Identität vernichtet durch Zerstörung von Kirchen und Ermordung von Geistlichen, besonders evangelikaler.
"Zugleich zeigt sich in der Ukraine eine bemerkenswerte religiöse Solidarität: Orthodoxe, Katholiken, Juden, Muslime und Evangelikale kooperieren enger als je zuvor."
Putin jedoch projiziere seine Christenverfolgung auf die Ukraine und sei mit dieser Umkehrung bis in den Vatikan hinein erfolgreich.
Russland – Ein Beispiel für eine politische …